RSS Feedneue Beiträge abonnieren!

HomeSaison 2011/12Welt CupsNagoya ganz verschlafen

Nagoya ganz verschlafen

Mit einer 13-k√∂pfigen Mannschaft sind wir gestern aus Deutschland nach Nagoya gereist. Auf dem elfeinhalbst√ľndigen Lufthansa-Flug von Frankfurt in die japanische Metropole bekam ich mal wieder kein Auge zu. Umso schwerer f√§llt mir der heutige Tag, nachdem wir in √ľber 11.000 Metern H√∂he die Tagesgrenze und damit im Prinzip eine Nacht √ľberflogen hatten.

 

Heute gegen 11:00 Uhr kamen wir dann aber im Hotel Castle Plaza in Nagoya an und waren nat√ľrlich total am Ende. Da die Zimmer erst eine Stunde sp√§ter fertig werden sollten, entschlossen wir uns, essen zu gehen. Die Suche nach einem geeigneten Restaurant erwies sich als Herausforderung. Die zw√∂lfte und dreizehnte Etage der JR-Towers (Japan Rail) auf dem Bahnhof Nagoyas beherbergte unz√§hlige Restaurants. Doch noch mehr Menschen waren darin und warteten davor auf freie Pl√§tze, teilweise bis zu einer Stunde, wie wir erfuhren. Endlich fanden wir ein kleines Lokal und bestellten Sandwiches und Beilagen. Dann zur√ľck ins Hotel und aufs Zimmer. Doch als wir die R√§ume betraten und die Taschen hinter uns herzogen, wurde uns klar: das wird eng! Aber gut, damit kommen wir schon zurecht. Schlie√ülich geht es jedem Sportler und Trainer anderer Teams ebenso.

 

Jetzt stellt sich uns die n√§chste H√ľrde. Wir m√ľssen noch bis zum Ende des Tages durchhalten. Durchhalten ist hier im Sinne von ‚Äěwach bleiben" gemeint. Wach bleiben, damit wir uns schnellstm√∂glich an die Zeitumstellung von acht Stunden zu Deutschland anpassen. Die Nachtruhe ist also f√ľr ca. 22:00 Uhr geplant, und dann auf jeden Fall morgenfr√ľh zeitig raus, um wieder die Anpassung voranzutreiben. Das heutige, kleine L√§ufchen durch die Stadt und anschlie√üende Gymnastik mit Uwe, unserem Physio, fiel mir besonders schwer. Die Beine schliefen schon, oder noch, meine Augen f√ľhlten sich an wie Bleikugeln. Teilweise drehte sich die Erde um das Hotel und das Hotel um mich. Jetzt, kurz vor dem Schlafengehen freue ich mich auf mein Bettchen. Dieses ist japanischen Verh√§ltnissen entsprechend klein aber weich.

 

Nachdem wir die nordamerikanischen Welt Cups im Oktober nur mit 6 Herren, drei Damen und der Herrenstaffel bestritten, treten wir nun mit einem Herren weniger, einer Dame mehr und damit auch einer Herren- und einer Damenstaffel an. Christin konnte sich in Dresden noch f√ľr die Welt Cups qualifizieren und tritt nun an die Stelle von Hannes, welcher als sechster Herr im Team nicht nach Asien reisen durfte.

 

Bis Donnerstag trainieren wir noch und versuchen, uns bestmöglich an die Zeitverschiebung anzupassen. Am Freitag beginnt der dritte Welt Cup mit doppelten 1000m laut WC-System 2011/12.

 

Aufgrund von finanziellen Engp√§ssen ist es unserem Verband leider nicht m√∂glich, uns auch zum vierten Welt Cup nach Shanghai in China zu entsenden. Dadurch wird mir eine zweifache 500m-Chance verwehrt und den Staffeln der Damen und Herren die Chance auf die WM-Teilnahme gemindert. Wir sind sehr traurig √ľber diese Entscheidung, m√ľssen uns aber nat√ľrlich damit abfinden und hoffen, dass die finanzielle Lage in Zukunft mehr Spielraum f√ľr Wettkampfteilnahmen l√§sst.

Kommentare  

 
#1 DVVS 27.11.2011 um 17:30
... die Gästezimmer vom Castle Plaza in Nagoya sehen auf der Website des Hotels schön eingerichtet aus.

Die Zeitverschiebun g ist enorm, hoffentlich kommt ihr damit klar bis die Wettkämpfe beginnen.

Gute Erfolge f√ľr Euch alle und viele Gr√ľ√üe aus Europa
 

Suchen ...

Free business joomla templates