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HomeSaison 2010/11Welt Cupsder erste Welt Cup Sieg

der erste Welt Cup Sieg

Was war das f├╝r ein Wochenende? Vom 18. - 20. Februar 2011 fand in Dresden der saisonletzte Short Track Welt Cup statt. Wieder einmal waren Stimmung, Atmosph├Ąre und die Spannung hervorragend. Aber auch auf dem Eis ging es hei├č her. So kr├Ânte der Weltcup-Sieg der Herrenstaffel das f├╝r die deutsche Mannschaft und f├╝r mich schon ohnehin erfolgreiche Wochenende.

 

Bereits am Freitag konnten sich sechs Sportler unseres deutschen Teams f├╝r die Endrunden am Sonnabend und Sonntag qualifizieren. Mit ihrem Auftritt in den Hoffnungsrunden ├╝ber 1000m am Sonntagvormittag konnte uns Bianca sogar noch einen siebten L├Ąufer in die "Weltcup-Rennen" am Nachmittag schicken.

 

Der Samstag war tags├╝ber f├╝r mich relativ langweilig, da ich am Vortag ├╝ber die erste 500m-Strecke disqualifiziert wurde und somit f├╝r den ersten Entscheidungstag aus dem Rennen war. Daf├╝r stand abends noch die Staffel an. Mein Team und ich erreichten (durch die Disqualifikation der Franzosen) das Finale und waren sehr froh dar├╝ber. Gerade in unserer Heimatstadt Dresden ist es ein klasse Gef├╝hl, wenn wir uns f├╝r die n├Ąchste Runde qualifizieren k├Ânnen und das gesamte Publikum hinter uns steht.

 

Die Einzelstrecke 500m:

Am Sonntag konnte ich wieder ausschlafen und begann den Tag mit einem ausgiebigen und entspannten Fr├╝hst├╝ck. Dreizehn Uhr stand ich das erste Mal auf dem Eis zum Warming Up. Ich hatte bereits zu diesem Zeitpunkt ein gutes Gef├╝hl unter den F├╝├čen. Gegen 14:00 Uhr war ich mit meinem ersten Rennen dran, das Viertelfinale. Ich stand, wie ich durch die schnellste Endzeit in der vorigen Runde bereits vermutet hatte, auf Startposition eins. Gleich nach dem Start konnte ich mich in F├╝hrung setzen und marschierte los. Innerhalb der viereinhalb Runden konnte mich keine mehr ├╝berholen. Als Gewinner meines Viertelfinallaufs ging ich bei starkem Publikumsr├╝ckhalt vom Eis. Ich hatte das Gef├╝hl, alle freuten sich mit mir. Ich war sehr gl├╝cklich, wieder eine Runde weiter zu sein. Nach einem kurzem TV-Interview und filigranem Kufenschleifen stand ich bereits wieder auf dem Eis. Wieder von Position eins startend behauptete ich mich am Start. Dreieinhalb Runden war ich in F├╝hrung, bis ich am Ende der Geraden zwei Sportler innen schr├Ąg hinter mir ├╝berholen sah. Ich versuchte gegenzuhalten und machte den Kurveneingang dicht. Einer der beiden dr├╝ckte mich nach au├čen. Ich lief einen weiten Bogen um die Kl├Âtzer und verlor erheblich an Geschwindigkeit. Trotz einer schnellen Endzeit kam ich nur als Vierter ins Ziel und war somit im Halbfinale ausgeschieden. Ich hoffte noch auf ein Advancement (Weitersetzen in die n├Ąchste Runde wegen einer Behinderung durch einen anderen Sportler), doch alles blieb beim Alten. Das B-Finale verlief ├Ąhnlich. Wieder gewann ich den Start, diesmal von Position zwei aus. Und wieder wurde ich nach dreieinhalb Runden innen ├╝berholt. Ich lie├č den US-Amerikaner aber durch, da er deutlich schneller war als ich. Direkt am Kurvenausgang versuchte ich aber, das ├ťberholman├Âver des Amis zu kontern und startete innen durch. Dabei lief ich aber auf ihn auf, da er es doch schaffte, enger aus der Kurve zu laufen, als ich dachte. Wieder verlor ich wichtige Geschwindigkeit und wurde von den anderen beiden Kontrahenten ebenfalls ├╝berholt. Ich kam leider wieder nur als Vierter ins Ziel. Die Einzelstrecken waren damit f├╝r mich beendet und ich kann auf einen erfolgreichen aber auch in Zukunft verbesserungsw├╝rdigen achten Platz ├╝ber 500m zur├╝ckblicken.

 

Das Staffel-Finale:

Eine Stunde sp├Ąter musste ich aber schon wieder aufs Eis. Unser Staffelfinale sollten wir gegen Korea, Kanada und China bestreiten. Bis zur H├Ąlfte der 45 Runden konnten wir gut mithalten. Dann schwanden uns aber die Kr├Ąfte. Einige Male k├Ąmpften wir uns wieder heran, bis wir endg├╝ltig den Anschluss verloren. Wir k├Ąmpften aber weiter, um den Abstand so gering wie m├Âglich zu halten. In der so typisch f├╝r Short-Track letzten Runde passierte das, womit ich nicht mehr gerechnet hatte. Die drei f├╝hrenden Teams liefen alle dicht bei einander. Der kanadische Schlussl├Ąufer verlor die Bodenhaftung, rutschte am Kurvenausgang weg und riss den Koreaner mit sich. Der Chinese kam ins Trudeln, konnte aber weiterlaufen und beendete das Finale als Sieger f├╝r sein Land. Wir konnten uns an beiden gest├╝rzten L├Ąufern vorbeischl├Ąngeln und kamen hinter China ins Ziel. Wir wussten: Wir sind Zweiter. Doch es kam noch besser: Die Schiedsrichter auf dem Eis berieten sich und nahmen sich die Videoanalyse zur Hilfe. Alle Sportler auf dem Eis sahen an die Anzeigetafel und warteten auf eine Entscheidung. Dann erklang eine Stimme ├╝ber die Hallenlautsprecher. Dem chinesischen Quartett wurde eine Disqualifikation ausgesprochen. Damit war es amtlich: Deutschland war Weltcupsieger. Die Halle tobte, wir freuten uns und Mike musste erstmal alle in den Arm nehmen. Es war eine erfreuliche Nachricht, auch wenn uns durchaus bewusst war, dass das Gl├╝ck dabei auch an uns gedacht hatte. Es war die erste Goldmedaille und damit der erste Weltcup-Sieg ├╝berhaupt f├╝r deutsche Shorttracker (abgesehen von Tysons Gesamtweltcupsieg 2007, bei welchem er aber keinen Einzelweltcup gewinnen konnte).

 

Meine Ergebnisse nochmal zusammengefasst:

 

Welt Cup Sieg mit der Staffel

Welt Cup 8. ├╝ber 500m

 

Zwei Super-Ergebnisse, mit denen ich sehr zufrieden sein kann. Jetzt liegt es an mir und Mike, in den n├Ąchsten Jahren darauf aufzubauen. Alle weiteren Ergebnisse findet ihr wieder nach dem Klick auf untenstehende Grafik.

 

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