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Moskau, Moskau

wirf die Gläser an die Wand,

Russland ist ein schönes Land

ho, ho, ho, ho, hey!

 

 

wc0910serieVom sch√∂nen Land habe ich bisher leider noch nicht viel gesehen. Die Textzeile ‚ÄěWirf die Gl√§ser an die Wand" w√ľrde hier bisher wohl besser passen. Vielmehr erinnert hier alles an ehemalige sozialistische DDR-Verh√§ltnisse. Am Flughafen angekommen √ľberraschten mich Schneeberge und vereiste Abschnitte am Rande der Rollbahnen. Die Wettervorhersage hat au√üerdem f√ľrs Wochenende Temperaturen von - 27 Grad prophezeit. Der Moskauer Flughafen ‚ÄěDomodedovo" erinnerte im Inneren mit einer abgesperrten und blicksicheren Zone noch an den Terroranschlag von vor wenigen Tagen. Von au√üen hingegen wirkte er etwas eleganter durch seine komplettverglaste H√ľlle und liegt ca. 50 km s√ľdlich der russischen Hauptstadt. An den Sicherheitskontrollen vorbei, fanden wir schnell unseren Volont√§r mit dem World-Cup-Schildchen, welcher uns zum Bus begleitete. Nach kurzen Verst√§ndigungsproblemen wegen der fehlenden Person im deutschen Team (unsere √Ąrztin Heidrun war aufgrund einer Erk√§ltung in Dresden geblieben und reist in wenigen Tagen nach) ging's nach drau√üen. Doch vom Bus keine Spur. Nach zehn Minuten war der Bus da und bei Temperaturen um den Gefrierpunkt war schnell alles in Sack und T√ľten.

 

 

Wir konnten unsere Reise zum Hotel fortsetzen. Die Stra√üen waren teilweise total √ľberf√ľllt. Nicht einmal der mit Blaulicht auf dem Dach ‚Äěstehende" Krankenwagen kam durch die zehnspurige, scheinbar endlose Hauptverkehrsader. Der einsetzende Schneefall erschwerte zwar die Sicht in die Ferne, doch was ich sah, ersch√ľtterte mich teilweise sehr. Die Geb√§ude am Rande der Stra√üen glichen den Erz√§hlungen und erhalten gebliebenen √úberresten aus der ehemaligen DDR. Ein altes, stellenweise sehr hoch- und langgebautes Wohnhaus glich dem anderen. Die √∂ffentlichen Verkehrsmittel von Bus und Bahn fanden sich in katastrophalen Zust√§nden wieder. Vor vielen Jahren gab es in Dresden √§hnliche Nahverkehrsreisemittel auch, allerdings schon damals in einem wesentlich besseren Zustand. Viele weitere riesige Geb√§udekomplexe reihten sich aneinander. Die f√ľr damalige Verh√§ltnisse sicherlich architektonischen Meisterwerke schienen mir sehr veraltet. Ohne den Eindruck √ľbertriebenen Wohlstands entstehen zu lassen, muss ich sagen, dass ich in Deutschland andere, viel geordnetere und modernere Verh√§ltnisse gewohnt bin. Etwas entt√§uscht bin ich bisher schon.

 

 

Ein paar Fahrminuten und eine lange Br√ľcke √ľber die Moskwa weiter sah ich pl√∂tzlich viele Lichter auf der rechten Seite. Ein rundes Hochhaus mit mindestens 60 Etagen ragte aus dem Boden. Daneben stand noch eins davon und daneben noch eins. Bis ich alle entdeckte, dauerte es eine Weile. Insgesamt waren es mindestens sechs oder sieben St√ľck, wobei ich mich dabei durch die eingeschr√§nkte Sichtweite nicht genau festlegen m√∂chte. Nach einem riesigen sich in- und √ľbereinanderwerfenden Br√ľckenkreuz fuhren wir an einer ‚ÄěZwiebelkirche" vorbei, welche mich an Erz√§hlungen √ľber die wahre russische Architektur erinnerte. Diese fand ich wiederum sehr ansehnlich.

 

 

Ich hoffe, dass wir zumindest heute Abend etwas Zeit finden werden, um uns wenigstens einen kleinen Teil der Innenstadt Moskaus anzusehen. Wir haben vor in die Innenstadt zu fahren und uns den Kreml und den Roten Platz anzusehen. Ich bin gespannt, welche Seiten der Millionenmetropole mich dort noch angenehm √ľberraschen werden.

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