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HomeSaison 2010/11sonstigesÄra-Mike hat begonnen

Ära-Mike hat begonnen

Heute, obwohl erst zwei Wochen nach seinem erstem offiziellen Tag, nahm Michael "Mike" Kooreman seine Arbeit auf. Seit heute führt er die Geschäfte und leitet uns auf und neben der Eisfläche an.

 

Michael KooremanWir trafen uns Punkt acht Uhr im Versammungsraum des Funktionsgebäudes unserer Eishalle. Diesmal begann Mike mit dem Gespäch, nicht wie sonst Miro (unser bisheriger Übergangsbundestrainer und jetzt Co-Trainer unter Mike). Jeder von uns erhielt ein Blatt Papier, auf welchem fett "Credo" geschrieben stand. Dann folgten Zeilen, die uns irgendwie fremd vorkamen. Nicht etwa, weil wir den Inhalt nicht verstanden, sondern eher, weil wir mit der Ausdrucksform des US-Amerikaners unsere Probleme hatten. Durch den ganzen Text waren Worte wie "battlefield", "combat", "accomplish the mission" oder "war" verstreut. Man muss kein Englischdollmetscher sein, um zu verstehen, dass sie sich auf kriegerische Formen und Eigenschaften beziehen. Selbst Mike erkannte, dass die Verwendung dieser Begrifflichkeiten in der deutschen Umgangssprache nur selten vorkommen und berief sich auf seine us-amerikanische Mentaltität und den dort stark ausgeprägten Nationalstolz.

 

Aber was sollte das Ganze? Ziel der Sache war, dass wir uns einmal schriftlich vor Augen halten sollten, mit welchen Mitteln und auf welche Weise wir unseren Trainingsalltag meistern und welche mentale Einstellung uns durch Wettkämpfe begleiten sollte. Nach und nach wurde uns klar, wie wir dies zu verstehen hatten. Sein (eigentlich unser) Credo schloss er mit den Worten: "Kämpft bis zum Umfallen. Rennen sind erst vorbei, wenn ihr über die Ziellinie gelaufen seid. Gebt niemals auf!" Eine für uns eher ungewöhnliche Art und Weise einen Einstieg in eine gemeinsame sportliche Zukunft zu finden. Ich denke aber, dass jeder verstanden hat, was Mike wollte. Und falls nicht, kann er sich das "Credo" zuhause ja nochmal durchlesen.

 

Dann stand Training an. Davor aber Erwärmung und die hatte es schon in sich. Nach der individuellen Aufwärmphase wurden gleich die Oberschenkel gefordert. Alle gemeinsam im Gleichschritt stämmten wir uns in verschiedenen Imitationspositionen hoch und wieder runter. Die Beine waren schon ganz schön fertig. Aber die Haupteiheit sollte noch folgen. Viele neue Dinge begleiteten uns dann durchs Eistraining. Von anderen Bahnen beim Laufen über lange, kraftvolle Gleitphasen bis hin zu schmalen Korridoren in den Kurven war alles dabei. Die Ermüdung in der Muskulatur war gut zu spüren. Nach dem Eistraining war aber noch nicht Schluss. Dann folgte eine weitere Imitationseinheit. Auch mit dieser wusste Mike unsere Beine weiter zu beanspruchen. Erst nach der anschließenden Cool-down-Phase (Laufen, Radfahren und Dehnen) durften wir die Sportsachen ausziehen.

 

Die erste Trainingseinheit mit Mike hat mich beeindruckt. Erstens wusste ich nicht, dass man soviele Dinge in einer Trainingseinheit umsetzen konnte und zweitens hat er mir das Gefühl vermittelt, dass mich alle folgenden Trainingseinheiten im Sport weiter voranbringen werden. Jetzt bin ich wieder sehr optimistisch, wenn ich in die Zukunft blicke. Doch davor gilt es ersteinmal durchzuhalten!

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