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HomeSaison 2010/11sonstigesGrundausbildung fast geschafft

Grundausbildung fast geschafft

Jetzt ist meine Allgemeine Grundausbildung fast Geschichte. Sieben von acht Wochen habe ich hinter mir. Die gut 30 Rekruten meines IV. Zuges wurden bisher sowohl praktisch-milit√§risch als auch theoretisch ausgebildet. Unser Alltag bestand jedoch oft aus ‚ÄěWarten auf Weiteres", was bedeutete, dass man auf Stube sa√ü und die n√§chsten Befehle abwartete.

 

Da es in unserer Stube fast ausnahmslos gereinigt und ordentlich aussah, tauften Christian Poser (Bobsport), Jan Junklewitz (Motorrad-Trial), Robin Irion (Biathlon), Alexander Schuster (Skibergsteigen), Michael Schnetzer (Skilanglauf) und ich uns ‚ÄěElitestube 108". Die theoretischen Unterrichte umfassten: Feuerkampf, Alarmposten, Dienstgrade, milit√§rische Funktionsprinzipien, Rechte und Pflichten von Soldaten, Waffenkunde, Wach- und Fernmeldedienst, Sanit√§tsdienst und vieles mehr. Alles wandten wir auch praktisch in der Kaserne oder im Felde an.

 

 

Biwak/Leben im Felde

 

 

In der f√ľnften Ausbildungswoche stand ein dreit√§giges Biwak an. Der Marsch √ľber ca. 5 km bis zum Standort√ľbungsplatz war ziemlich anstrengend. Einige kamen schon mit Blasen an den F√ľ√üen an. Am ersten Tag bauten wir unsere Zeltlager auf. Diese bestanden haupts√§chlich aus 2-Mann-Zelten, einem Feuerplatz mit Rauchf√§nger und einem Waschplatz. Des Weiteren wurden wir am Alarmposten, auf Streife und in den Gefechtsstellungen ausgebildet. Die erste Nacht im Felde verlief ruhig, keine Alarme, kein Gefecht, lediglich musste Feuerwache gehalten werden.

 

Am n√§chsten Tag vertieften wir unseren Ausbildungsstand. In der folgenden Nacht waren wir bereit f√ľr das Gefecht. Ich war gerade mit meinem Kameraden ‚ÄěFunker Poser" auf dem n√§chtlichen Streifenweg, als uns der Alarm erreichte. Wir sprinteten zum Platz der Gruppe zur√ľck und wurden vom Gruppenf√ľhrer ins bevorstehende Gefecht eingewiesen. Wir pirschten uns in die Stellungen hinein. Auf verschiedene Situationen mussten wir entsprechend reagieren. Nach gut zwei Stunden war das √úbungsgefecht vor√ľber und drei√üig Patronen √úbungsmunition verschossen. Am letzten der drei Biwak-Tage passierte nicht mehr wirklich viel bis auf den Abbau der Zelte und den Marsch zur√ľck zur Kaserne.

 

 

Doch der hatte es in sich. Wir marschierten nicht wie √ľblich den gr√∂√ütenteils befestigten Weg, sondern fast direkt durch den Wald. Anfangs schien es noch ertr√§glich zu sein, doch auf einmal mussten wir durch einen verdreckten Bach, in dem das Wasser h√ľfthoch stand. Der ein oder andere rutschte auf kleinen versteckten Felsen Unterwasser aus uns steckte dann bis zur Brust in der braunen, fast stehenden Br√ľhe. Die eigentlich wasserfesten Stiefel waren bis zum Rand mit Wasser gef√ľllt. Am n√§chsten Rand pausierten wir ca. zehn Minuten. Das Wasser gossen wir aus und die Str√ľmpfe wurden ausgewunden. Dann marschierten wir weiter. Nach f√ľnf Minuten stellte sich der klatschnasse Zustand in den Stiefeln wieder ein. Es f√ľhlte sich an, als h√§tten wir gar keine Pause gemacht. Jedoch hatte ich das sp√§ter best√§tigte Gef√ľhl, dass sich durchs Wasser im Stiefel keine Blasen an den F√ľ√üen bildeten.

 

 

Nach dem Gut-Zwei-Stunden-Marsch kamen wir in der Luitpold-Kaserne an und waren ziemlich ersch√∂pft. Aber von Ausruhen war keine Spur zu sehen. Nachbereitung war angesagt: Waffen reinigen und zur√ľckgeben, Kleidung und Utensilien reinigen, Kleidung verstauen, Tarnschminke entfernen und Duschen. Ich habe mich noch nie so sehr aufs Duschen gefreut.

 

 

 

Das Gelöbnis

 

 

Am 12. Mai legten wir unser Gel√∂bnis ab. Der Tag begann wie immer 5 Uhr morgens. Es war ein Mittwoch und Familientag in unserer Kaserne. Viele Verwandte und Freunde konnten verschiedene Stationen besichtigen, besuchten die Stuben und a√üen in der Truppenk√ľche. Gegen 13 Uhr setzten sich vier Busse in Bewegung. Im vierten sa√ü der IV. Zug der 6. Kompanie des F√ľhrungsunterst√ľtzungsbataillons 292, also auch ich. Wir peilten Donauw√∂rth an. Dort fand der Gel√∂bnisgottesdienst statt. Ein Pfarrer predigte und viele Soldaten und Besucher sprachen ihm nach. Nach fast einer Stunde in der Kirche rollten die Busse wieder. Auf dem Navigationssystem stand Monheim. Als wir ankamen wurde noch schnell der Dienstanzug gerichtet und dann die Antrittsformation eingenommen. Wir marschierten auf den √∂ffentlichen, aber abgesperrten Platz mitten in Monheim. Zirka 240 Soldaten gelobten der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen." Neben einigen Reden spielte ein Musikkorps die bayerische Hymne und dann die deutsche Nationalhymne. Letztere sangen alle Rekruten lautstark mit. Zum Schluss konnten alle Besucher und Zuschauer Fotos schie√üen. Ausgew√§hlte Fotos vom Gel√∂bnis sind hier zusammengestellt.

 

 

Die letzte Woche

 

 

Die n√§chste und damit letzte Woche wird eine der k√ľrzesten sein. Am Montag ist Feiertag, am Dienstag findet die Abschluss√ľbung statt (Marschieren, Leben im Felde und Anwenden aller gelernten Ausbildungsinhalte). Am Mittwoch findet ein noch ausstehender Sanit√§tsunterricht statt und am Donnerstagmorgen ist getan. Dann habe ich meine AGA absolviert und darf wieder zum normalen Trainingsalltag √ľbergehen.

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