RSS Feedneue Beiträge abonnieren!

HomeSaison 2010/11EM 2011zwei Holzmedaillen und viel Erfahrung

zwei Holzmedaillen und viel Erfahrung

Auch der dritte Tag in Heerenveen (Holland) war f√ľr mich durchwachsen. √úber 1000m konnte ich mich durch geschicktes Laufen f√ľrs Viertelfinale qualifizieren. In den Staffeln blieben sowohl uns als auch den Damen nur die Holzmedaillen √ľbrig.

 

Der Tag begann f√ľr mich sehr entspannt. Nach dem Fr√ľhst√ľck ging‚Äôs in die Eishalle. Kurze Aufw√§rmphase und dann offizielles Warm Up auf dem Eis. Um zw√∂lf Uhr war scharfer Start. Die erste Runde der dritten Distanz √ľberstand ich relativ einfach, indem ich von Anfang an meine vielversprechende Position verteidigte. Dies gelang mir bis zur Ziellinie. Ich war also eine Runde weiter und stand diesmal im Viertelfinale. Das motivierte mich sehr. Der n√§chste Lauf sollte aber um einiges schwieriger werden. Gegen mich traten der beste Lette, ein guter Russe, einer der drei Holl√§nder und ein nicht zu untersch√§tzender Tscheche an. Wieder ging meine zuvor mit Mike abgesprochene Taktik auf. Ich konnte mich gleich am Start hinter dem Holl√§nder einordnen und hatte keine Probleme, das Tempo und meine aussichtsreiche Position zu halten. Nach ungef√§hr f√ľnfeinhalb Runden √ľberholte der Lette au√üen. Noch ein bis zwei Runden sp√§ter machten mir meine schnellkontrahierenden (aber nicht lange durchhaltenden) Sprintermuskeln einen Strich durch die Rechnung. Das Tempo war einfach zu hoch f√ľr mich und der Abstand zu den beiden vor mir Laufenden wurde immer gr√∂√üer. Kurz vor Schluss √ľberholte mich noch der Russe und ich beendete meinen Lauf als Vierter vor dem Tschechen. Sicher, mir fehlten auf den letzten Runden noch die schnellen Beine, jedoch konnte ich durch taktisches Geschick diesen Missstand zumindest minimieren. √úber 1000m wurde ich somit 15. und rangierte in der Gesamtwertung auf Platz 18. Dieses Ergebnis stellt mich zwar nicht komplett zufrieden. Nach meiner langen Verletzungspause sehe ich sie in den beiden Ausdauerstrecken jedoch als realistische Einsch√§tzung meiner momentanen, zunehmenden Leistung. √úber 500m habe ich mehr erwartet, habe aber auch aus den analysierten Fehlern gelernt.

 

Mit unserem Staffelfinale schlossen wir den gesamten Wettkampf ab. Ziel war die Medaille. Gleich nach dem Start konnten wir auf zweiter Position in die erste Kurve gehen. Es gab viele F√ľhrungswechsel zwischen allen vier Teams (Holland, Russland, Gro√übritannien und Deutschland). Ein paar Wechsel missgl√ľckten uns wieder einmal. Dadurch verloren wir wertvolle Zeit und vor allem Kraft. Gegen Ende der 45 Runden war es fast klar: Die Holl√§nder machten den Sieg mit den Russen aus und die Briten k√§mpften gegen uns um die letzte Medaille des Tages. Diese mussten wir den Inseleurop√§ern dann aber auch zugestehen. Wir waren also jenes Team, welches nicht auf dem Treppchen bei der anschlie√üenden Siegerehrung stehen durfte. Genauso ging es auch unseren Damen. Mit viel Kraft und Hingabe k√§mpften sie f√ľr die angepeilte Medaille, welche ihnen letztlich doch verwehrt blieb. Platz vier also f√ľr beide deutsche Staffeln.

 

Aus meiner Sicht hat die gesamte deutsche Mannschaft hier in Heerenveen bei der EM keinen schlechten Eindruck hinterlassen. Abgesehen von meiner Verletzung mussten wir im Sommer und in der ersten Saisonh√§lfte mit viel Wirbel innerhalb den Teams klarkommen. Seit Anfang des Jahres haben wir nun einen neuen Trainer im deutschen Team. Heute teilte er uns mit, dass wir bereits ab kommender Woche unter seiner Leitung das Training wiederaufnehmen und viele neue Raffinessen einflie√üen lassen werden. Zuversichtlich sind wir alle, dass es mit Mike Kooreman in Zukunft bergauf gehen wird, auch wenn daf√ľr die ein oder andere Schwei√üperle mehr auf der Stirn zum schmelzen gebracht werden muss.

Suchen ...

Free business joomla templates