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HomeSaison 2009/10Welt CupsWelt Cup Montreal 1/2

Welt Cup Montreal 1/2

Der Auftakt der olympischen QualifikationswettkĂ€mpfe in Montreal vwc0910serie.giferlief fĂŒr mich wieder durchwachsen. Von unserem Trainer Eric wurde ich abermals auf der Sprintstrecke 500m eingesetzt. Da sich, wie schon in Asien, sehr viele Sportler fĂŒr die Welt Cups anmeldeten, entschied man sich fĂŒr eine weitere Runde der VorlĂ€ufe ĂŒber 500m. Eigentlich waren bisher die Pre-Preliminaries die frĂŒhestmögliche erste Runde. Das wurde aber mit den sogenannten „Races“ noch getoppt und bedeutete: Wer gewinnen will, muss sich durch 7 Runden kĂ€mpfen. Das Welt-Cup-System machte es aber möglich, dass die ersten drei Runden am Donnerstag und die letzten 4 am Sonnabend stattfanden.
Mein Ziel war natĂŒrlich, mich auch ĂŒber 500m fĂŒr die Olympischen Spiele zu qualifizieren. DafĂŒr war es laut DOSB-Richtlinie notwendig, mindestens das Viertelfinale zu erreichen.
Die erste Runde konnte ich von Startposition zwei aus ohne weitere Probleme meistern. Hinter Bartosz Konopko (POL) kam ich als Zweiter ins Ziel und war eine Runde weiter.
Die Pre-Preliminaries gestalteten sich fĂŒr mich schon etwas schwieriger. Hier startete ich von Position drei und konnte mich nach dem Start eine Position weiter vorkĂ€mpfen. Ich lief noch eine Runde auf zweiter Position und hatte, wie die ganze Woche schon, Probleme mit dem Eis. Da die Temperaturen in der Eishalle vergleichsweise hoch sind, mĂŒssen wir uns hier in der Montrealer Arena mit sehr weichem und demzufolge auch sehr brĂŒchigem Eis zufrieden geben. Der von Position zwei gestartete HollĂ€nder konnte mich ĂŒberholen und blieb bis zum Schluss vor mir. Die Ziellinie ĂŒberquerte ich als Dritter. Da noch 14 PlĂ€tze in der nĂ€chsten Runde fĂŒr zeitschnellste Dritte frei waren, sicherte ich mir einen davon mit einer unspektakulĂ€ren Zeit von 43,859 sec.
Die Preliminaries standen nun an. Da ich in der Vorrunde nur Dritter wurde, musste ich mit einem schwierigen nĂ€chsten Lauf rechnen. So kam es auch. An der Startlinie standen neben mir: ein US-Amerikaner, der beste Ungar und ein Chinese. Wie zu erwarten war, musste ich mit der Außenposition vorliebnehmen. Mit meinem Start konnte ich mich direkt an die dritte Position setzen. Ich lief fast zwei Runden gut mit und dann passierte mir ein kleiner aber entscheidender Fehler. Am Eingang der Kurve bog meine rechte Kufe auf einmal steil ab. Ich schaute bei High Speed nach unten und plötzlich sah ich meine Kufe innen am dritten Klotz vorbeigleiten. Ich wusste, das war „Off-Track“, ein Disqualifikationsgrund. Ich hatte ungefĂ€hr eine Zehntelsekunde Zeit, mich zu entscheiden: Wiederhole ich die Kurve, um nicht disqualifiziert zu werden, oder laufe ich weiter, in der Hoffnung, niemand hat ĂŒberhaupt etwas davon bemerkt. Ich entschied mich fĂŒr die erste Variante. Ich bog also gleich nach der „kurzen Kurve“ ab und wiederholte sie. Damit war das Rennen fĂŒr mich gelaufen. Die letzten zwei Runden lief ich noch ab. Im Nachhinein bestĂ€tigte man mir: niemand hĂ€tte je etwas davon mitbekommen, weder die Schiedsrichter, noch die Trainer, noch andere Sportler. Ich hĂ€tte also weiterlaufen sollen. DafĂŒr war es aber zu spĂ€t. Ich schied aus und beendete den Wettkampf mit einem unbefriedigenden 38. Platz .
In der Staffel lief es am Freitag umso besser. Aufgrund einer Verletzung eines bulgarischen Herren, brauchten wir keine Heats laufen, sondern konnten direkt mit dem Viertelfinale in den Welt Cup einsteigen. Ich wurde, wie schon in Peking und Seoul im September, auch hier fĂŒr die Staffel eingesetzt. Unsere Gegner waren die USA, Frankreich und Kasachstan. Hier kamen aber nur die zwei schnellsten weiter. Wir mussten uns also auf Frankreich konzentrieren. Wir konnten lange in FĂŒhrung bleiben, verloren dann aber innerhalb einer Runde viele Meter und waren Dritter. In einer Aufholjagd schafften wir es, uns wieder heranzulaufen und ĂŒberholten Frankreich schließlich 4 Runden vor Schluss. Mit bloß gut einem Meter RĂŒckstand liefen wir hinter den US-Amerikanern ins Ziel und qualifizierten uns fĂŒrs Halbfinale am Sonntag. Dort werden wir wieder gegen die USA laufen. Außerdem mĂŒssen wir noch gegen Korea und Großbritannien ran.
Mit dem Einzug ins Halbfinale am Freitag haben wir unsere Chancen auf eine Olympiateilnahme der Herren-Staffel fĂŒr Vancouver erhöht. Das Halbfinale war das Minimalziel fĂŒr uns. Wir werden sehen, ob uns am Sonntag mit etwas GlĂŒck vielleicht eine Finalteilnahme gelingt. Ansonsten wĂŒrden wir im B-Finale um die PlĂ€tze 5 bis 8 kĂ€mpfen.
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